Regentropfs Reise

  • Samstag, 15. Dezember 2018

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Der Kreislauf des Wassers - Nachwort zum Märchen

Regentropfs Reise ist ein vielschichtiges Märchenbuch. Für Kinder ist es einfach und unkompliziert zu lesen, da es reich ist an gut verständlichen Dialogen . Die Bezüge zur Esoterik werden sich wohl nur dem Erwachsenen erschließen, welcher es vermag auch zwischen den Zeilen zu lesen.

Textauszug als PDF-Datei In gewisser Weise kann der natürliche Wasserkreislauf als Sinnbild für das menschliche Dasein betrachtet werden.
Das Wasser verändert laufend seinen Aggregatzustand bis hin zur Unsichtbarkeit. Der Prozess des Verdunstens könnte durchaus mit dem Älterwerden, dem Schwinden des Körpers und letztendlich dem Aufgeben der festen Struktur (Tod) assoziiert werden.

Umgekehrt symbolisiert die Bildung von Wassertropfen in Form von Niederschlag, Regen und Tau die Rückkehr in die Materie, sprich des körperlichen Daseins.
Dabei ist Eis die dichteste und undynamischste Form des Wassers und im übertragenen Sinne wenig wünschenswert. Ich denke an Regentropfs Angst vor den Eisbergen.

Es ist alles ein Kreislauf von Kommen und Gehen, von Entstehung und Auflösung. Nichts scheint seine Struktur auf Dauer erhalten zu können.
Und dennoch geht, selbst aus physikalischer Sicht, im Universum nichts verloren. Ein bestimmter Zustand wechselt in einen anderen Zustand. Es sind kreisförmige Bahnen wie bei einer Uhr, deren Zeiger sämtliche Ziffern durchschreiten und immer wieder bei der Zwölf, respektive der Null enden, dem Punkt des Neubeginns. Ähnlich wie Regentropf können auch wir uns meist nicht an eine Existenz vor diesem Dasein erinnern. Wir nehmen leider nur bestimmte Ziffern wahr, die Lebensuhr als Ganzes entzieht sich unserem Blick.

In diesem Sinne ist das Märchen an die spirituelle Weltsicht der Wiedergeburt (Reinkarnation) angelehnt und weit weg von religiösen Dogmen. Es soll Mut machen, die einzelnen Reiseabschnitte nicht isoliert zu sehen, sondern den fließenden Kreislauf als Ganzes, welcher alle Facetten des Daseins beinhaltet. Und wie Regentropf fragen sich auch viele Menschen, ob es ein wahres, spirituelles Zuhause für sie gibt. Wenn ja, dann käme der Zeiger zum Stillstand und die persönliche Uhr würde nicht länger gebraucht werden.
Solange sie jedoch noch läuft, möchte ich auf das einfache, aber geniale Postulat des legendären Hermes Trismegistos verweisen:
WIE OBEN - SO UNTEN !

Peter Rosenmüller


Hinweis:
Das Nachwort ist nicht Bestandteil des Buches


Ein Märchen, in dem Kinder ab 8 Jahren alles über den Kreislauf des Wassers erfahren. […] — Ein Buch, das neugierig macht und zum Fragen anregt. Gleich vor der Haustür kann so manches von Regentropfs Abenteuern nachempfunden werden.
Der Steiner i-Punkt vom Dezember 1999

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